Seit einiger Zeit besitze ich nun auch einen Kindle und muss sagen, dass ich sehr, sehr zufrieden damit bin.

Um dieses Lesegerät hat sich inzwischen ja ein kleines Ökosystem an nützlichen Tools und Apps entwickelt. Leider sind diese nirgendwo zusammengetragen, was ich hier einmal nachholen will:

Bücher

  • Erster Einstiegspunkt ist natürlich der Kindle-Shop. Hier ist insbesondere spannend, dass es dort tausende kostenloser Bücher gibt (aktuell: 5618). Diese erreicht man auf der rechten Seite über „Gratis Kindle eBooks“. Meist sind das alte, rechtefreie Bücher, wie z.B. Werke von den Gebrüdern Grimm, Jules Verne, etc.
  • Nächster Anlaufpunkt ist das Projekt Gutenberg. Dort gibt es nach eigenen Angaben über 36.000 kostenlose (rechtefreie) Bücher – unter anderem auch im Kindle-Format
  • Wohl noch im Aufbau ist die zentrale Anlaufstelle der deutschen Bibliotheken Onleihe. Zumindest laut den Informationen dort soll man demnächst auch „E-Books“ auf „E-Readern“ ausleihen können. Ob das nun auch speziell mit dem Kindle geht, ist dort leider nicht erwähnt.
  • Weitere Shops sind: Bookrix.de, Beam – der eBook Shop oder Gratis-Ecke.de

Zeitschriften

  • Bei readBeam.com kann man sich Nachrichten und News automatisch (über die E-Mail to Kindle-Funktion) auf seinen Kindle schicken lassen. Im Kern gibt es quasi Skripte, die Webseite / RSS-Feeds parsen, daraus dann eine Kindle-Zeitung bauen und diese zu definierten Zeitpunkten auf den Kindle schicken. Für gefühlt hundert News-Seiten gibt es schon fertige Skripte, unter anderem für alle relevanten deutschen News-Seiten (SPON, Bild, FAZ, Süddeutsche, etc.)
  • SENDtoREADER.com ist im Kern eine Web-App, mit der man von Webseiten den eigentlichen Inhalt extrahiert (also ohne Navigation oder Werbung) auf den Kindle schicken kann. Um das möglichst einfach zu machen, gibt es für praktisch alle Browser Bookmarklets oder Plugins oder Apps fürs Handy. Außerdem bietet SENDtoREADER.com auch „Periodicals“ an, also ebenfalls Zeitungen. Leider kann man sich in der kostenfreien Version nur eine Zeitung abonnieren und leider ist die Auswahl nicht ganz so groß wie bei readBeam.com. Aber alleine um längere Texte nicht auf dem Bildschirm, sondern auf dem Kindle lesen zu können, lohnt sich ein Account dort schon.
  • Calibre ist eigentlich so etwas wie iTunes für E-Books und im Kern so etwas wie ein Verwaltungstool für seine private E-Book-Sammlung. Im Gegensatz zu den anderen Web-Tools ist Calibre ein Programm, das installiert werden muss – aber für alle Plattformen verfügbar ist (Windows, Mac, Linux). Es unterstützt neben dem Kindle praktisch alle aktuell verfügbaren E-Book-Reader und kann im Wesentlichen die E-Book-Formate gegenseitig umwandeln, so dass man praktisch alles, was man irgendwo als E-Book hat auch lesen kann. Insbesondere kann Calibre aber auch RSS-Feeds in E-Books umwandeln und damit auch Zeitschriften auf dem Kindle verfügbar machen. Leider muss man hierfür jedes mal den Kindle an den PC anschließen und das Programm starten und es geht nicht wie bei den Webdiensten automatisch online. Allerdings bietet Calibre auch viele andere Funktionen, so dass man sich das Programm auf jeden Fall einmal ansehen sollte.

Sonstiges

  • Inzwischen bietet Amazon eine eigene Lösung an, um lokale Dokumente (z.B. Word-Dokuemte oder PDFs, die man auf seinem eigenen Rechner hat) an den Kindle zu senden. Das nennt sich dann bei Amazon „Send to Kindle„, gibt es aber leider nur für Windows PCs.
  • Instapaper ist ein Dienst, bei dem man interessante Artikel im Web markieren kann, um sie später zu lesen. Loggt man sich bei Instapaper dann ein, kann man auf all diese Artikel zugreifen und diese dann (ebenfalls ohne überflüssigen Schnickschnack der Webseite) lesen zu können. Außerdem kann Instapaper die Artikel auch als Zeitschrift auf den Kindle schicken, so dass man die immer aktuelle Version seiner persönlichen Zeitung (eben dem „Instapaper“) dort lesen kann. Daneben gibt es auch diverse Apps, mit denen man auch auf dem Handy an die Artikel ran kommt.
  • Klip.me schickt ebenfalls Webseiten aufbereitet an den Kindle. Die Anmeldung kann auch mit einem Google-Konto erfolgen. Zusätzlich kann Klip.me auch den Google-Kalender bzw. bis zu 100 Artikel aus dem Google Reader täglich an den Kindle senden.
  • eBookMaps hat Kartenmaterial für diverse Städte für den Kindle (und andere E-Book-Reader) aufbereitet und bietet das kostenlos zum Donwload an. Bei OxygenGuide kann man sich eine Offline-Version von Wiki-Travel kostenlos herunterladen oder mit der dort verfügbaren freien Software seine eigene Version zusammen stellen.
  • Wie man den Kindle hacken kann und was man damit anstellen kann (am meisten verlinkt: Screensaver ausstellen) wird bei YobiWiki oder im MobileRead-Forum gezeigt. Bei YobiWiki gibt es auch noch weitere Quellen um an kostenlose Bücher zu kommen.

Welche heißen Tipps habt Ihr noch?