Linksammlung Kindle

Seit einiger Zeit besitze ich nun auch einen Kindle und muss sagen, dass ich sehr, sehr zufrieden damit bin.

Um dieses Lesegerät hat sich inzwischen ja ein kleines Ökosystem an nützlichen Tools und Apps entwickelt. Leider sind diese nirgendwo zusammengetragen, was ich hier einmal nachholen will:

Bücher

  • Erster Einstiegspunkt ist natürlich der Kindle-Shop. Hier ist insbesondere spannend, dass es dort tausende kostenloser Bücher gibt (aktuell: 5618). Diese erreicht man auf der rechten Seite über “Gratis Kindle eBooks”. Meist sind das alte, rechtefreie Bücher, wie z.B. Werke von den Gebrüdern Grimm, Jules Verne, etc.
  • Nächster Anlaufpunkt ist das Projekt Gutenberg. Dort gibt es nach eigenen Angaben über 36.000 kostenlose (rechtefreie) Bücher – unter anderem auch im Kindle-Format
  • Wohl noch im Aufbau ist die zentrale Anlaufstelle der deutschen Bibliotheken Onleihe. Zumindest laut den Informationen dort soll man demnächst auch “E-Books” auf “E-Readern” ausleihen können. Ob das nun auch speziell mit dem Kindle geht, ist dort leider nicht erwähnt.
  • Weitere Shops sind: Bookrix.de, Beam – der eBook Shop oder Gratis-Ecke.de

Zeitschriften

  • Bei readBeam.com kann man sich Nachrichten und News automatisch (über die E-Mail to Kindle-Funktion) auf seinen Kindle schicken lassen. Im Kern gibt es quasi Skripte, die Webseite / RSS-Feeds parsen, daraus dann eine Kindle-Zeitung bauen und diese zu definierten Zeitpunkten auf den Kindle schicken. Für gefühlt hundert News-Seiten gibt es schon fertige Skripte, unter anderem für alle relevanten deutschen News-Seiten (SPON, Bild, FAZ, Süddeutsche, etc.)
  • SENDtoREADER.com ist im Kern eine Web-App, mit der man von Webseiten den eigentlichen Inhalt extrahiert (also ohne Navigation oder Werbung) auf den Kindle schicken kann. Um das möglichst einfach zu machen, gibt es für praktisch alle Browser Bookmarklets oder Plugins oder Apps fürs Handy. Außerdem bietet SENDtoREADER.com auch “Periodicals” an, also ebenfalls Zeitungen. Leider kann man sich in der kostenfreien Version nur eine Zeitung abonnieren und leider ist die Auswahl nicht ganz so groß wie bei readBeam.com. Aber alleine um längere Texte nicht auf dem Bildschirm, sondern auf dem Kindle lesen zu können, lohnt sich ein Account dort schon.
  • Calibre ist eigentlich so etwas wie iTunes für E-Books und im Kern so etwas wie ein Verwaltungstool für seine private E-Book-Sammlung. Im Gegensatz zu den anderen Web-Tools ist Calibre ein Programm, das installiert werden muss – aber für alle Plattformen verfügbar ist (Windows, Mac, Linux). Es unterstützt neben dem Kindle praktisch alle aktuell verfügbaren E-Book-Reader und kann im Wesentlichen die E-Book-Formate gegenseitig umwandeln, so dass man praktisch alles, was man irgendwo als E-Book hat auch lesen kann. Insbesondere kann Calibre aber auch RSS-Feeds in E-Books umwandeln und damit auch Zeitschriften auf dem Kindle verfügbar machen. Leider muss man hierfür jedes mal den Kindle an den PC anschließen und das Programm starten und es geht nicht wie bei den Webdiensten automatisch online. Allerdings bietet Calibre auch viele andere Funktionen, so dass man sich das Programm auf jeden Fall einmal ansehen sollte.

Sonstiges

  • Inzwischen bietet Amazon eine eigene Lösung an, um lokale Dokumente (z.B. Word-Dokuemte oder PDFs, die man auf seinem eigenen Rechner hat) an den Kindle zu senden. Das nennt sich dann bei Amazon “Send to Kindle“, gibt es aber leider nur für Windows PCs.
  • Instapaper ist ein Dienst, bei dem man interessante Artikel im Web markieren kann, um sie später zu lesen. Loggt man sich bei Instapaper dann ein, kann man auf all diese Artikel zugreifen und diese dann (ebenfalls ohne überflüssigen Schnickschnack der Webseite) lesen zu können. Außerdem kann Instapaper die Artikel auch als Zeitschrift auf den Kindle schicken, so dass man die immer aktuelle Version seiner persönlichen Zeitung (eben dem “Instapaper”) dort lesen kann. Daneben gibt es auch diverse Apps, mit denen man auch auf dem Handy an die Artikel ran kommt.
  • Klip.me schickt ebenfalls Webseiten aufbereitet an den Kindle. Die Anmeldung kann auch mit einem Google-Konto erfolgen. Zusätzlich kann Klip.me auch den Google-Kalender bzw. bis zu 100 Artikel aus dem Google Reader täglich an den Kindle senden.
  • eBookMaps hat Kartenmaterial für diverse Städte für den Kindle (und andere E-Book-Reader) aufbereitet und bietet das kostenlos zum Donwload an. Bei OxygenGuide kann man sich eine Offline-Version von Wiki-Travel kostenlos herunterladen oder mit der dort verfügbaren freien Software seine eigene Version zusammen stellen.
  • Wie man den Kindle hacken kann und was man damit anstellen kann (am meisten verlinkt: Screensaver ausstellen) wird bei YobiWiki oder im MobileRead-Forum gezeigt. Bei YobiWiki gibt es auch noch weitere Quellen um an kostenlose Bücher zu kommen.

Welche heißen Tipps habt Ihr noch?

Datenbank Backup mit PostgreSQL

Ich muss zugeben, dass ich großer Fan von MySQL bin. Insbesondere der Tool- und Community-Support ist grandios (an dieser Stelle besonders zu empfehlen: das Blog von Percona). Dadurch kann man auch die Datenbank-Queries so optimieren, dass man Geschwindigkeitssteigerungen um Zehnerpotenzen erreichen kann (siehe z.B. bei StackOverflow). Nun kann man zwar einwenden, dass man genau das nicht will – eine Datenbank soll einfach funktionieren und möglichst immer gleich schnell Ergebnisse liefern, egal wie komplex die Anfrage ist. Aber manchmal hat man einfach nicht die Möglichkeit, über Hardware zu skalieren und dann bietet MySQL doch eben sehr, sehr viele Möglichkeiten.

Zurück zum Problem: Beruflich bin ich derzeit mit einer PostgreSQL-Datenbank beschäftigt und muss diese von einem Server auf einen anderen umziehen. Technisch ist das das Gleiche, als ob ich einen komplettes Backup mit anschließendem Restore machen muss. Bei MySQL läuft das relativ trivial ab: Man exportiert zunächst die Datenbank auf dem einen Rechner mittels

mysqldump --all-databases --default-character-set=utf8 --opt --hex-blob -u {ROOT-Username} -p > fullexport.sql

und importiert diese dann auf dem anderen Rechner

mysql -u {ROOT-Username} -p < fullexport.sql

Dabei wird alles mitgenommen, inklusive Benutzer, Rechte, etc. (bei den Rechten muss man später kontrollieren, ob die Zugriffsrechte für die Hosts noch stimmen oder ob sich die auch geändert haben). Zu beachten ist hierbei:

  1. Der Dump blockiert die Datenbank. Daher sollte das idealerweise nicht auf der Produktiv-Datenbank passieren, insbesondere, wenn die groß ist. (Wer das umgehen will, sei auf das Maat-Kit verwiesen und dort auf die Funktion mk-parallel-dump).
  2. Änderungen nach dem Dump werden natürlich nicht übernommen, idealerweise ist das System für die Zeit des Umzugs abgestellt. Aber das gilt ja eh für alle diese Datenbank-Umzüge.

Und bei PostgreSQL?

Es gibt ja viele, die von PostgreSQL wahnsinnig schwärmen und da hatte ich gehofft, dass der Tool-Support gut wäre. Leider ist dem nicht so. Insbesondere unterscheidet sich ein Dump bei PostgreSQL dadurch, dass er entweder nicht alle Informationen mitnimmt (ich habe hier einige Stored Procedures in Verdacht) oder Bibliotheken mit absoluten Pfaden verlinkt (hatte ich als Fehlermeldung beim Wiedereinspielen der Daten gesehen). So oder so heißt das, dass man eben nicht einfach den Dump einspielen kann, sondern man muss vielmehr die Datenbank entsprechend vorbereiten.

Nun, nach vielen, vielen erfolglosen Versuchen und viel, viel Recherche habe ich nun folgende Strategie erarbeitet, die für mich funktioniert:

Export der Daten:

pg_dumpall --globals-only -U postgres -h {Host-alte-Datenbank} -f globals.sql
pg_dump -i -b -Ft -U postgres -h {Host-alte-Datenbank} {Datenbank-Name} > database.tar

Anmerkung am Rande: Die Option -i ist undokumentiert, ich habe sie aus dieser Anleitung übernommen. Auch ein Punkt, der mein Vertrauen in PostgreSQL nicht erhöht.

Import der Daten:

psql -U postgres -f globals.sql postgres
createdb -U postgres {Datenbank-Name}
pg_restore -C -U postgres -d {Datenbank-Name} database.tar >log 2>&1

Enthält die Datenbank Geo-Daten bzw. wird das Modul Postgis mitverwendet, so werden (natürlich) die Funktionen von Postgis nicht mit dem Export mit exportiert, sonder müssen von Hand neu angelegt werden (siehe Postgis-Dokumentation). Dann sind insgesamt die folgenden Schritte durchzuführen:

psql -U postgres -f globals.sql postgres
createdb -U postgres {Datenbank-Name}
createlang plpgsql -U postgres {Datenbank-Name}
psql -d {Datenbank-Name} -U postgres -f /usr/share/postgresql/8.4/contrib/postgis-1.5/postgis.sql
psql -d {Datenbank-Name} -U postgres -f /usr/share/postgresql/8.4/contrib/postgis-1.5/spatial_ref_sys.sql
pg_restore -C -U postgres -d {Datenbank-Name} database.tar >log 2>&1

Wichtig dabei ist folgendes:

  1. Die Version von pgdump und pg_restore dürfen sich nicht unterscheiden. Am besten, man führt beide auf dem gleichen Rechner aus und verbindet pgdump mittels -h mit dem alten Host.
  2. Man muss das für jede Datenbank einzeln machen.

Insgesamt finde ich es schade, dass PostgrSQL es einem so unnötig schwer macht. Das hat sicher gute Gründe und bietet wahrscheinlich an anderer Stelle Vorteile. Aber der große PostgreSQL-Fan bin ich damit nicht geworden.

Frust mit dem neuen Personalausweis

Nun gibt es ihn also endlich: nachdem lange darüber geredet wurde ist am 1.11.2010 der neue Personalausweis – auch nPA genannt – eingeführt worden. Nachdem ich sowieso schon einige Zeit keinen Personalausweis mehr hatte und immer für neue (vor allem: technische) Dinge zu haben bin, wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen. Da ich auch technisch versiert genug bin, denke ich, dass ich auch mit den vom CCC gefundenen Sicherheitslücken umgehen kann.

Nachdem heise.de wenige Tage vor dem 1.11. gemeldet hatte, dass es bei der Ausstellung des nPA zu Problemen kommen könnte, hatte ich vorher noch beim Amt angerufen, ob denn alles so weit funktionieren würde. Die Beamten meinten zwar, dass technisch alles klappen würde, sie aber mir abraten würden, direkt am 1.11. zu kommen, weil sie mit einem sehr großen Ansturm rechnen. Am Abend dieses Tages war dann in den Nachrichten zu lesen, dass der Ansturm ausblieb – tja, Pech gehabt.

Also habe ich es dann am 3.11. noch mal probiert, war früh am Amt, bekam dann die Nummer 7 und war nach 30 Minuten wieder draußen. Zwar hat mich niemand gefragt, ob ich die einzelnen Funktionen des nPA haben wolle oder nicht, aber da ich alle aktiviert haben wollte, hat mich das nicht weiter gestört. Leider ging die Beratung über den reinen Akt der Ausstellung nicht hinaus – und auch da hatte ich den Eindruck, mehr zu wissen, als meine Sachbearbeiterin. Immerhin ging alles sehr flott und am Ende gab sie mir auch eine Broschüre mit den Funktionen des nPA mit, damit ich mich noch weiter informieren kann. Und damit begann meine Odysee…

Fangen wir mit dem Kartenleser an. Was die wenigsten wissen (und auch die wenigsten Medien erzählen) ist, dass die “Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik” mehrere Millionen (genauer: 24) in die Hand genommen hat, um die Verbreitung der Kartenleser zu fördern mit dem sogenannten “IT-Sicherheitskit”, Zwar handelt es sich hierbei um die kritisierten, unsicheren Kartenleser (und das “IT-Sicherheitskit” ist damit alles andere als sicher), aber das wäre für mich kein Problem. Von der Ankündigung aus ist es aber extrem schwer, tatsächlich mehr Informationen zu finden. Für alle, die auch suchen: Auf der Website des Beauftragten gibt es ein PDF, das die entsprechenden Förderprogramme enthält. Davon habe ich mir diejenigen ausgesucht, die für mich in Betracht kommen und die Betreiber angeschrieben. Beispielsweise steht da auch Amazon auf der Liste. Was kommt als Antwort von Amazon (immerhin kommt ja eine)? „Wir würden Ihnen hier gerne weiterhelfen – allerdings liegen uns zu dem Titel derzeit keine weiteren Informationen vor, wann der Artikel auf unsere Webseite aufgenommen wird.“ Ja, Jungs, ist mir klar, dass ihr das nicht in Eurem Katalog habt und ihr werdet es auch nie in Eurem Katalog haben. Offenbar ist schon Amazon so groß geworden, dass die linke Hand nicht mehr weiß, was die rechte tut. Ok, dann eben: CHIP Foto Video, Ausgabe 12/2010. Ich war in 5 Zeitschriftenläden, auch in großen, keiner hatte diese CHIP mit Kartenlesegerät. Anderseits habe ich bei eBay bereits Zeitschriften eben mit diesem Lesegerät gefunden. Was also hat es mit dieser merkwürdigen Zeitschrift auf sich? Warum kriege ich den Leser nirgendwo? Wie komme ich überhaupt an ein Lesegerät? Inzwischen habe ich das bei eBay erstanden. Aber: war das so angedacht?

Nächstes Problem: die elektronische Unterschrift. Nicht, dass es momentan eine sinnvolle Anwendung hierfür für mich gäbe, aber wenn ich schon den neuen Ausweis habe, würde ich auch gerne diese Unterschrift testen. Erstes Rätselspiel: Was ist das eigentlich genau, was auf dem nPa landet? Lösung: Es es eine sogenannte Qualifizierte elektronische Signatur – kurz auch: QES. Zweites Rätselspiel: Wer bietet eine solche an? Natürlich findet sich diese Information auch nicht im Zusammenhang mit dem nPa, sondern nur, indem man sich durch die Website der Bundesnetzagentur klickt. Auch dort hatte ich mit diversen Anbietern Kontakt aufgenommen, weil es auf deren Webseiten keine Informationen zu einer QES auf dem nPa gibt (durch diesen Jargon muss man sich dann durchkämpfen). Ursache ist, dass tatsächlich kein Anbieter bisher eine elektronische Signatur für den nPa im Programm hat. Nicht, dass über den neuen Ausweis seit Monaten diskutiert wird… aber die ersten Angebote sind wohl erst ab Januar 2011 zu erwarten.

Fazit: eines der größten IT-Projekte der Bundesregierung ist zwar rechtzeitig gestartet – ganz im Gegensatz zu den Milliardengräbern elektronische Gesundheitskarte, der elektronische Einkommensnachweis ELENA, oder der digitale Polizeifunk TETRA –  aber komplett ist der Start bei weitem nicht. Das ist in etwa so, als ob man einen Online-Shop ohne Kasse startet.

Und deswegen habe ich auch keine Sicherheitsbedenken gegen den neuen Personalausweis. Um Fefe zu zitieren: „unsere beste Verteidigung gegen einen Unterdrückungsstaat ist die Unfähigkeit der Überwacher.“

Update am 04.07.2011: Selbst die Welt ist frustriert und bezeichnet den neuen elektronischen Personalausweis als “Totalausfall“.

Höre auf Dein Kind

Alter: 0-2

Wir haben eine wunderbare Tochter – lieb, schlau, pflegeleicht, kess, interessiert, einfach alles, was man sich von seinen Kind wünschen kann. Sicherlich sind das zum Großteil die Anlagen, die sie mitgebracht hat, aber: auch klasse Kinder kann man verreißen. Wir denken, wenn wir nicht den Ball gut im Spiel halten würden und auch selbst sehr entspannt bei der Kindererziehung blieben, wären manche Dinge anders. Diese Serie soll einige von den Tipps weitergeben, die wir im Laufe der letzten Jahren gesammelt haben.

Eine der wesentlichsten Erkenntnisse ist sicher: höre auf keine Ratgeber – höre vor allem auf Dein Kind. Das klingt etwas sehr pauschal. Es mag mit Sicherheit den einen oder anderen guten Ratgeber geben (nur hatten wir keinen gefunden), so dass ich auch keinen empfehlen kann. Doch eines haben wir schnell per “trial and error” gelernt: Unsere Tochter hat uns bisher immer zu verstehen gegeben, was ihre Bedürfnisse sind. Auch als sie noch nicht sprechen konnte. Ich gebe zu, man muss teilweise schon sehr genau hinhören, hinschauen und um die Ecke denken (ergo= komplizierte Erwachsenen-Denke auf kindliche Einfachheit zurückrechnen). Beispielsweise, nachdem wir als Eltern recht gut funktioniert hatten, hat unsere Tochter uns mitgeteilt, dass sie Durst hatte, indem sie etwas lauter geschmatzt hat, anstatt rumzubrüllen. Speziell nachts, wenn wir geschlafen haben, war das nicht immer einfach zu hören, aber auch das hatten wir bald raus. Das heißt nicht, dass man bei jedem Piep springen muss und sich womöglich versklaven lässt (das können die kleinen Wonneproppen ganz schnell hinkriegen), aber viel Geschrei und Gezeter kann man sich durch aufmerksame Bewertung der Bedürfnisse der Kleinen echt schenken.

Gerade in den ersten Monaten sind die Bedürfnisse ja noch sehr übersichtlich. Meist geht es da um Hunger, neue Windeln, Schlaf oder Kuscheln. Unsere Kleine hat diese Bedürfnisse von Anfang an auch unterschiedlich artikuliert. Zugegeben sind die Unterschiede eher Nuancen, aber man kann sie doch auch hören und verstehen, wenn man nicht gerade ein absolutes Gehör besitzt – gesunder Menschenverstand reicht da völlig aus.

Android erweitern – z.B. mit Sipgate SMS

Ich programmiere nun schon seit einiger Zeit Anwendungen (Apps) für Android-Handys. Selbst nach nun schon 6 Anwendungen macht es immer noch sehr viel Spaß. Das liegt unter anderem daran, dass man mit Eclipse eine vollwertige, gut ausgebaute und gut gepflegte Entwicklungsumgebung nutzen kann und mit Java in einer Sprache entwickeln kann, die ich gut kann und mag.

Sehr viel besser gefällt mir aber die Erweiterbarkeit von Android. Das läuft so: Alle (wichtigeren) Aktionen bei Android sind Intents – also so etwas wie Absichtserklärungen. Beispielsweise: “Ich würde nun gerne eine SMS senden”. Das wird quasi an alle Programme geschickt und wenn nun ein Programm sagt “ich kann SMS senden”, dann wird diese Absichtserklärung von diesem Programm ausgeführt. Wenn nun mehrere Programme darauf reagieren, dann wird der Benutzer gefragt, welches Programm verwendet werden soll.

Das habe ich nun ausgenutzt, um ein Programm zu schreiben, das SMS via Sipgate verschickt. Eine SMS via Sipgate kostet nur 7,9 Euro-Cent und ist somit billiger als eine SMS von meinem normalen Handy-Provider. Sipgate hingegen bietet eine API an, mit der man die wichtigsten Sipgate-Dienste direkt ansprechen kann. Mit den beiden Bausteinen ist eine solche Anwendung dann auch schnell zusammen gestrickt, selbst inklusive Telefonbuch-Lookup. Hier einige Screenshots:

Sipgate SMS versenden Sipgate SMS - Anbieter auswählen

Installationsanleitung:

  1. Laden Sie aus dem Android-Markt “Barcode Scanner” herunter.
  2. Öffnen Sie die Anwendung und nehmen Sie mit der Kamera Ihres Handys den unten stehenden Barcode auf.
  3. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Screenshot.

Weitere Informationen finden sich auf der Website von dot knowledge. Kommentare sind ausdrücklich erwünscht: Welche Features soll das Programm sonst noch bekommen? Wollt Ihr Faxe via Android versenden? Oder sind Faxe sowas von gestrig?

Über Sinn und Unsinn des Elterngeldes

Nachdem nun der Wahlkampf in seine heiße Phase kommt, muss ich mich an dieser Stelle über das in dieser Legeslaturperiode eingeführte Elterngeld aufregen.

Vor dem Elterngeld gab es ja die Elternzeit. Die Idee hierbei ist: Die Eltern können zusammen bis zu 3 Jahre Auszeit aus dem Beruf nehmen, um sich in dieser Zeit um das Kind zu kümmern. In dieser Zeit ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitsplatz entsprechend frei zu halten. Diese Zeit kann auch gestückelt werden. (Informationen zur Elternzeit gibt es unter anderem beim Bundes-Familienministerium).

Was mir persönlich nun nicht klar war: Die Elternzeit gibt es immer noch. Die Regelung zum Elterngeld ist nur dafür da, unter bestimmten Bedingungen dem Elternteil, der zu Hause ist, entsprechend Geld zukommen zu lassen. Und hier kommt nun der Clou: damit man das Elterngeld in Anspruch nehmen kann, muss man als normal Sterblicher die Elternzeit nutzen. (Auch hier gibt es Information beim Bundes-Familienministerium.)

So weit klingt das ja alles noch prima und recht gut geplant. Einiges ist dabei durch die Konstruktion mit den zwei getrennten Regelungen etwas merkwürdig (z.B. muss das Elterngeld in den ersten 14 Monaten genommen werden; jedem Elternteil stehen 12 Monate zu, zusammen aber maximal 14; …), aber das sind eher nur komische Gedankengänge von Beamten.

Richtig ärgerlich wird das ganze erst dann, wenn es dann an die Praxis geht. Mütter haben z.B. dann verloren, wenn sie kurz hintereinander Kinder bekommen und dazwischen nur Teilzeit arbeiten. Dann haben sie keine Chance, die volle Förderung des Elterngeldes zu erhalten – meist langt es gerade zum Mindestsatz. Das ist aber auch schon hinreichend bekannt und darüber ist schon oft berichtet worden.

Aber auch Väter haben schnell verloren: sobald man die Elternzeit (die für das Elterngeld ja notwendig ist) beantragt, ist man unkündbar – aber maximal 8 Wochen vor Beginn der Elternzeit. 8 Wochen! Nun stellt man sich mal die Situation im Berufsleben vor: ich würde zu meinem Arbeitgeber gehen und ihm mitteilen, dass ich in 8 Wochen für 12 Monate mal nicht da bin. Da würde doch jeder Arbeitgeber Karree springen! Und, wie ich finde, auch zu Recht. In 8 Wochen kann man niemals einen adequaten Ersatz organisieren. Alleine schon die Einarbeitung dauert in einigen Berufen länger. (Mütter profitieren meist davon, dass sie um den Geburtstermin herum durch den Mutterschutz geschützt sind. Deshalb können sie ihren Arbeitgeber schon deutlich früher informieren.)

Insgesamt ist die Grundidee sicher nicht schlecht, aber die Umsetzung ist zum Einen extrem bürokratisch und zum Anderen leider (mal wieder) etwas sehr an der Realität vorbei.

Flughafen Zürich

Flughafen Zürich

Auf unserem Rückflug aus Zürich mussten wir auf dem Flughafen noch etwas Zeit killen…

Notausgang

Notausgang

Notausgang, der blau beleuchtet wird.
Das Photo entstand im Rahmen einer Lesung von Autoren des Magazins “Ohrenkuss“, die zwei Wochen durch die Mongolei reisten. Die Lesung fand in der Körber-Stiftung in der Kehrwieder 12 in Hamburg statt.

Sorge Dich um Deinen Introvertierten

Folgender Text stammt im Original von Jonathan Rauch im “The Atlantic Online” im März 2003 und ist überschrieben mit “Caring for your introvert“. Den Text fand ich so klasse, dass ich ihn übersetzen musste. Vielen Dank an Daniel Kegel für den (indirekten) Hinweis auf den Text. Danke auch an LEO für gute Übersetzungshilfen.
Auch wenn der Text insgesamt sehr gut ist, möchte ich aber noch darauf hinweisen, dass er sehr amerikanisch ist und einige Punkte (z.B. der Umgang mit Introvertierten) noch auf unseren Kulturkreis angepasst werden müsste.

Den Rest des Eintrags lesen. »

Lagune von Venedig

Sylvester in Venedig

Sonnenaufgang beim Landeanflug auf die Lagune von Venedig (wo wir Sylvester gefeiert hatten).